Allgemein · Buchstabenkirmes · Kolumne

Hurra hurra!

Dein Hurra – Bosse

..dieses Lied! Ooh ich kann gar nicht so genau sagen, was ich hier jetzt dazu schreiben möchte – aber kennt ihr das, wenn euch ein Lied einfach so unglaublich total abholt, und woanders hin mitnimmt? Das habe ich bei diesem tollen Song von Bosse. Eigentlich wollte ich euch ein neues Upcyclingding zeigen, aber jetzt läuft der Song, und die Buchstaben fließen mir nur so durch die Finger. Hier könnt ihr mal reinhören!

Sobald das Lied läuft, kann ich die Welt außen herum ausschalten und mich z.B. einfach hierher setzen und drauf los schreiben. Das löst so etwas bestimmtes in mir aus, schwer zu beschreiben. Musik hat manchmal eine unglaublich große Kraft, finde ich. Erinnerungen, Gefühle, Mitfühlen.. da kann soviel individuell für jeden drin stecken!

Und „Dein Hurra“ weckt mich einfach auf, ich will sofort aufstehen, dazu tanzen, mitsingen, mitfühlen, -alles.

Eigentlich möchte ich das Lied am liebsten gar nicht so oft hören, damit es sich bloß nicht „aushört“. Wisst ihr, was ich meine? Man hat ein Lied das man unglaublich gut findet.. und dann läuft es einfach überall. Immer. Auf jedem Radiosender, in der Fernsehwerbung, in Geschäften.. und irgendwann ist dieses „wow-Gefühl“ dabei weg und irgendwie ausgelutscht. Dabei sind doch manche Songs viel zu schade dafür. So gesehen ist Bosse „zum Glück“ kein Weltstar, und „Dein Hurra“ nicht das typische Lied für Werbung oder als Shoppingbegleitung bei Vero Moda oder sonst wo.. also hab ich ja eigentlich ganz gute Chancen, dass es sich einfach nicht aushört. Denn dazu ist mir das Feeling einfach viel zu schade. Habt ihr auch einen neuen Song der etwas in euch auslöst, was schwer zu beschreiben ist?

Ich meine, auch alte Songs können unglaublich viel mit sich tragen. Für mich persönlich gibt es da zu Beispiel „Breathe (2AM)“ von Anna Nalick. Schon relativ alt und eigentlich auch ein Lied, das ich nicht oft im Radio, in den Charts oder sonst wo gehört habe. Vielleicht einer der Gründe, warum ich es immer noch hoch und runter hören kann. Jedenfalls bin ich selbst auch nur an das Lied gekommen, weil es in einer der ersten Staffeln von Greys Anatomy gespielt wird. In einer ziemlich emotionalen Folge und Szene. Und das hat das Lied irgendwie in meinem Kopf mitgenommen. Wenn ich Musik höre und dieses Lied wird abgespielt, zieht es mich manchmal in das Feeling dieser Greys-Folge. Das ist doch fast wie Magie. Zack, als würde jemand einen Knopf drücken und ein Programm im Kopf umschalten. Das Gefühl bei dem Lied ist aber eigentlich kein schlechtes. Es ist eher ein „Just-breathe-Gefühl“, wie Anna Nalick es ja auch singt. Ein „Komm runter, es ist eigentlich alles okay, atme einfach.“ in einer stressigen Situation -manchmal also auch recht hilfreich, einfach nur dem Text zu lauschen und das Ganze zu verinnerlichen. Andererseits gibt’s natürlich auch Musik, die etwas in mir auslöst, das ich vielleicht  gar nicht mehr in mir haben möchte.. zum Beispiel „Slipped Away“ von Avril Lavigne. Uralt, ich weiß! Ich habe das Lied ganz oft gehört, in einer Zeit in der eine gute Freundin wegen Suizid in einer Klinik war. Die Zeit ging zum Glück positiv an uns vorbei. Aber das Lied möchte ich nicht mehr hören. Ich glaube, würde es irgendwo in einem Geschäft laufen, würde ich einfach rausgehen.

Aber weg von Songs, die negatives auslösen – „Dein Hurra“ könnte das Gegenstück dazu sein. Denn genau jetzt gerade wo ich hier sitze und schreibe, denke ich mir, dass das „Hurra“ dieser Freundin die in die Klinik musste, etwas ist, was mich jetzt umso glücklicher macht. Die Tatsache, dass es ihr jetzt gut geht, und sie „Hurra“ schreien kann und vor allem fühlt, ist toll.

So wie Bosse es singt: „Dein Hurra gegen das Versinken„. Und „Du gegen mein Verlorengeh’n„.  So waren wir als Freundinnen ja vielleicht auch ein Hurra, das ihr in ihrer Zeit geholfen hat. Wir haben zusammengehalten und „Hurra“ für sie mitgeschrien. Und so ist es doch richtig. „Hurra Hurra und dann kommt Licht„. Und so ist es auch noch immer bei uns Mädels, darüber bin ich tierisch froh. Das gibt’s ja auch nicht nur bei Freundinnen. Auch Tiere lösen ein Hurra aus:-). img-20160701-wa0002Geht mal auf einen Pferdehof, und schaut euch die Hurra-Gesichter an, die die Pferdebesitzer bekommen, wenn sie von der Arbeit zum Hof fahren und ihr Pferd sehen. Der Stress des Arbeitstages ist vergessen. Für Andrea schreit zum Beispiel der liebe Nori auf dem Foto HURRA.

Für mich steckt in dieser Musik so viel Wahrheit. Und deshalb macht sie mich so ausgelassen, nimmt mich mit und inspiriert mich. – ein gutes Gefühl, ein motivierendes Gefühl 🙂 Das ist genau die Kunst, die Bosse mit seinem Song schafft.

Vielleicht gibt Bosse das mit diesem Song ja auch etwas an euch weiter, man kann es auf so vieles beziehen.

Habt ihr auch Songs, die etwas ganz besonderes sind, einfach so, oder vielleicht auch weil sie euch durch eine Zeit oder in einer Situation begleitet haben? Einfach magisch, was Musik so alles kann, abgesehen vom Konzerthallen füllen und im Radio laufen.

xoxo Anna

PS: So oft, wie ich hier HURRA geschrieben habe, muss Hurra zum Wort des Tages gewählt werden :D!

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